Betriebsausflug ins Schwarze

Der jährliche Ausflug des HörTeams führte ins Schwarze ...

Wie jedes Jahr im Sommer haben wieder zwei HörTeamer einen Überraschungsausflug vorbereitet. Dieses Mal waren Herr Bahr und Herr Ketelhut die Ausflugsplaner. Und wieder war das Ziel streng geheim.

Da half weder Erpressung, noch Bestechung, oder die Befragung von ehemaligen Mitarbeitern. Das alles führte nur dazu, dass wir nicht Involvierten immer mehr Ideen für unnötige Mitnahmetipps bekamen. Wenn man alle Ideen der Eingeweihten beherzigt hätte, wäre man mit einer vollen Bademontur und Kletterausrüstung gestartet. OK, man kann auch erst klettern und dann baden gehen. Aber ob es das wirklich sein konnte?

Am Samstag, dem 16. Juni, starteten wir dann mit zwei Autos ins Unbekannte. Die Richtung war schnell klar − es ging nach Nordosten, Fernziel hätte also Dortmund sein können. Unser AutoTeam, das nur aus unwissenden Hinterherfahrern bestand, war sich aber einig, dass es Dortmund auf keinen Fall sein konnte. Herr Bahr ist langjähriger Schalke-Fan und würde ein solches Ziel niemals zulassen. Also vielleicht Bochum? Eine Zeitlang sah es ganz so aus. Bis auf eine kurze Schrecksekunde, in der das vorfahrende Auto mit den Planern in Richtung eines Ikea blinkte, folgten wir dem Weg dorthin. Was macht man in Bochum? Und wieso hatten wir als Tipp die Frage bekommen, was ein Schüler braucht? Unterwegs kamen wir noch an einem Ruderverein vorbei, und Frau Speranza überlegte, ob wir dafür vielleicht Handtücher mitbringen sollten. Aber auch dort ging es nur vorbei.

Endlich: Der Nebel lichtet sich

Irgendwann tauchte dann in Witten das erste Schild „Zeche Nachtigall“ auf. Und die Wiege des Bergbaus war auch unser Ausflugsziel (was ein Schüler braucht, ist wohl die Mine, und das Handtuch war nur zum Verwirren dabei). Bei strahlendem Sonnenschein ging es über einen schönen Weg zur Zeche. Dort erwartete uns eine Zechenleiterin, die mit uns in ein Steinkohleflöz einfuhr (so nennt man das, wenn man in einen Stollen geht). Die geliehenen Helme waren nicht nur Pflicht, sondern auch sehr nützlich. Es war dunkel, kalt und sehr eng im Stollen. Gefühlt mussten besonders unsere großen Mitarbeiter, Herr Ketelhut, und unser neuer Auszubildender, Herr Becker, die ganze Strecke im Entengang gehen, und wir alle stießen uns mehrfach die Köpfe.

Ein Tag voller besonderer Eindrücke

Wir lernten im dunklen Inneren viele spannende und teilweise traurige Fakten über die Bergleute und die Arbeit unter Tage. Beeindruckende Berufe wie der des Hauers, des Steigers, oder lustige Anekdoten über Kübel-Majore bereicherten die Führung. Beindruckt und nachdenklich kamen wir wieder ans Tageslicht.

Im Anschluss besichtigten wir noch das dortige Ziegelwerk, das durch seine Größe und Arbeitsweise imponierte. Nach einer kurzen, fröhlichen Kaffeerunde machten wir uns auf den Rückweg, wo wir zunächst gemeinsam einkauften, um dann im Hause Jaspert auf teilweise sehr unkonventionelle Weise Steaks zu grillen. Keine Sorge, lieber Leser, es gab dabei keine Verletzten, und das Fleisch schmeckte wunderbar. Auch das Alt, das wir extra gekauft hatten, damit unsere Frau Schmitz auch ein ordentliches Bier bekommt, war sehr lecker, weshalb Herr Bahr und unser ebenfalls neuer Auszubildender Herr Jampe dann vorsichtshalber mit der Bahn in den Norden von Düsseldorf fuhren, wo sie wohnen. Vor dem Aufbruch wurde zuerst ausgelost, wer die nächste Planung übernimmt.
GlückaufWir freuen uns schon, was Frau Siehl und Herr Becker im nächsten Jahr für uns vorbereiten.

Wir Jasperts sind stolz und glücklich, dass wir ein so wunderbares Team haben.

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